Marketing & Strategien

Marketing-Studium

Studien-Abschlüsse an Uni und FH: hohes Ansehen im In- und Ausland

Marketing kann man in Deutschland an einer Universität oder Fachhochschule studieren, die in der Regel zu den auch international anerkannten Bachelor- oder Master-Abschlüssen führen. Dort sind sie Teil eines vor allem im Grundstudium stark generalistisch angelegten Studiengangs der Betriebswirtschaft. Die Studenten erfahren nicht nur Marketing Know-how, sondern auch die Grundlagen weitererer betriebswirtschaftlicher Fachrichtungen wie Kostenrechnung- und Leistungsrechnung, Handels- und Steuerbilanzen und Unternehmensorganisation, aber auch benachbarter Disziplinen wie Volkswirtschaft und Recht.

Absolventen renommierter Einrichtungen wie der im Marketing mit mehreren Lehrstühlen eher breit aufgestellten Universität Mannheim oder der FH Würzburg, die über einen Schwerpunkt im aufstrebenden Bereich des Online-Marketing verfügt, gelten bei Personalchefs als Top-Kandidaten. Für das Marketing-Studium an einer Universität oder Fachhochschule spricht auf jeden Fall, dass sich manche Karrieziele nur bedingt ohne einen akademischen Titel erreichen lassen. Wer etwa Unternehmensberater werden will, kommt um ein Hochschulstudium nicht herum. Generell gesehen ist auch das Risiko eines Hochschulabsolventen, arbeitslos zu werden, relativ gering.

Um nicht als praxisfremd zu gelten, sollten die Studenten Semesterfereien oder Urlaubssemester nutzen, um fachspezifische Praktika zu absolvieren. Beim Universitätsstudium steht das eigenständige, wissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund. Die Ausbildung an der FH ist praxisnäher, findet in überschaubareren Kleingruppen statt und die Kontakte zu Unternehmen sind intensiver.

Marketing-Studium ohne Praxis-Schock

Darüber hinaus gibt es mit den Berufsakademien, der Bayerische Akademie für Werbung und Marketing in München, diversen Anbietern von Fern-Studiengängen und privaten Bildungsträgern zahlreiche Institute, die Marketing lehren. Die Ausbildung ist dabei tendenziell weniger breit angelegt und stattdessen praxisorientierter und noch stärker auf spezifische, zum Teil aktuellere, Studienschwerpunkte fokussiert.

Vorteil dieser Ausbildungsgänge ist, dass der gerade bei Universitätsabsolventen berüchtigte Praxisschock meist ausbleibt. Leider ist die Anerkennung dieser Studiengänge im Ausland nur bedingt gewährleistet. Bei den Berufsakademien besteht die Besonderheit darin, dass das Studium an einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen gekoppelt ist. Die Kopplung zwischen Theorie und Praxis ist daher besonders eng. Absolventen erhalten den Titel eines „Diplom-Betriebswirt (BA)“, bei einigen akkreditierten. Studiengängen auch den staatlich anerkannten Bachelor. Staatliche Berufsakademien gibt es in Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen. In den anderen Bundesländern gibt es zum Teil staatlich anerkannte Berufsakademien in privater Trägerschaft. Interessenten im Bereich Marketing sollten sich auch über ein berufsbegleitendes Studium z.B. bei Steinbeis informieren, wo zahlreiche Möglichkeiten geboten werden. Weitere Möglichkeiten des Fernstudiums finden sich auf der upou.org Infoseite, auf der auch internationale Studiumsmöglichkeiten vorgestellt werden.

Fazit:

Egal, ob Hochschulstudium oder stärker praxisorientiertes Marketing-Studium. Wichtig ist es, Studienschwerpunkte zu finden, die mit den Berufszielen zusammen passen. Dann haben Absolventen die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gesucht werden insbesondere Kandidaten, die auch noch über Zusatzqualifikationen wie fundierte Fremdsprachen- und EDV-Kenntnisse verfügen. Pluspunkte hat, wer soziale Komptenzen aufweisen kann, indem er beispielsweise frühzeitig Führungsaufgaben – etwa als Übungsleiter im Sportverein – übernommen hat.